Montag, 28. April 2014

Schönheit und Seinsfühlung

Im letzten Post habe ich mich gefragt, was wohl aus diesem Gefühl von Schönheit im Herzen wird. Unterdessen habe ich als Übung eine Skizze von einem Foto von Frederick Franck - einem meiner wichtigsten Lehrer - gezeichnet ("Zen in der Kunst des Sehens").
 
Und das Gefühl von Schönheit macht da ganz viel Resonanz.
 
Und heute, wieder dieses Gefühl, einfach da. In allem. Im Sein. Seinsfühlung. Tief ein- und ausatmen und ganz viel Frieden und weite Präsenz.
 
Ich glaube, die Schönheit ist zwar schön, aber hier nebensächlich. Entscheidend ist, dass ich frei und gwundrig  mit meiner innersten Wahrnehmung verbunden bin. Das ist wie eine Tür zu Präsenz und Seinsfühlung.
 
 
Zum Portrait kommt mir noch ein Post von Andreas Weinert in den Sinn, den ich hier teilen möchte: http://www.traummaler.blogspot.de/2014/02/portrait-l.html#comment-form 

Donnerstag, 24. April 2014

Lanzarote zu Fuss

Letzte Woche wanderten mein Freund und ich von Orzola (ganz im Norden der Insel)  bis zum "frischen" Lavastrom bei Tinajo. Durch Täler, über Hügelzüge und Vulkane, zur Küste und wieder hinauf, durch Dörfer und über den Lavastrom. Viel abwechlungsreiche Landschaft, wenig Menschen, alles sehr freundliche. Wasser mussten wir täglich kaufen - ansonsten: wandern, sehen, staunen, das Herz in dieser Schönheit weiden lassen. Das Skizzenbuch wurde mehr ein Reisejournal mit konkret gesehenen Dingen. (Viel "gefühlte Schönheit" ist noch in der Schwebe, hier mit mir. Mal schauen, wohin das führt).

Das hier ist eine Bildergalerie - bitte auf die Bilder klicken, damit sie ganz angezeigt werden!

Freitag, 7. März 2014

nochmals VonRoll



 
Heute musste ich schon wieder aufs VonRoll-Areal, weil mein Bibliotheks-Passwort nicht mehr ging. In der Nummer 8 sind Pädagogische Hochschule und Zentralbibliothek. Das Warten auf meine Bücher genoss ich beim Malen an diesem sonnigen Tisch. Ich musste ein paarmal schmunzeln bei dem, was ich links und rechts hörte - so incognito als alte Lehrerin zwischen LehramtsstudentInnen, die über erste Unterrichtserfahrungen reden. Meine Tochter hätte auch jederzeit auftauchen können.

Donnerstag, 6. März 2014

von Roll


Einmal pro Woche versuche ich mir eine Stunde Zeit zu nehmen für eine längere Skizze. Auf dem von-Roll Areal hat es viele freie Bänkli und eine hohe Wahrscheinlichkeit für Abendsonne. Und jede Menge Gelegenheit, an faszinierenden alt-neuen Gebäuden Perspektive und etwas geradere Linien zu üben.
In diesen Hallen wurde früher grosse Maschinen gebaut. 1998 habe ich hier an einem Lehrerfortbildungskurs schweissen gelernt. Und heute sind grosse Teile der Pädagogischen Hochschule und der Stadt- und Universitätsbibliothek hier untergebracht.

In this ancient factory for big machines, there is now a part of the university of berne und a  big library. Today, I was waitig for my books and drawing at this table.

Samstag, 22. Februar 2014

I amness

Eine Übung, die sich bewährt vor dem Zeichnen (das "Innen" vom 15. Januar) und sonst im Alltag, um mehr präsent zu sein: Intuitiv, spontan zeichnen, malen, wie ich da bin. Oft entsteht in der Mitte ein "Fenster". Es kann gross oder klein, klar oder gefärbt sein - und schaut mich an als Ichbinheit. 

 
 
( Den Begriff "I amness"/ Ichbinheit habe ich von Ken Wilber,  Die Übung oben ist intuitiv bei mir entstanden.)
 


Mittwoch, 19. Februar 2014

anders sehen

Die lachende Frau auf dem Markt (16.2.) hat mich weiter beschäftigt. Ich habe mich für die 3. Variante entschieden: darauf achten, was (von dem Vielen) ich für diese Skizze sehen will. Meine Perspektive bewusst wählen. (Das Umgekehrte ist ja auch interessant: einfach zeichnen und dann sehen, welche Perspektive ich "automatisch" gewählt habe.). Auf dem Arbeitsweg wollte ich Gesichter von Mitreisenden zeichnen. Nicht Linie für Linie, und auch nicht kinder- oder "comicartig" wie auf dem Markt, sondern schnell, realistisch und lebendig. Das Zeichengefühl hat mich mehr überzeugt als das Resultat, das etwas "holperig" ist:


Ich habe, statt mich Linie für Linie voranzutasten (- und dann bewegen sie sich weg ...)  erst die grobe Form wahrgenommen. Die Haltung angeschaut. Diese gezeichnet, und erst dann die auffallenden Züge ergänzt. Der Blick auf die Form, wie sie aus genau dieser meiner Perspektive aussieht, hat mir zu "anderm Sehen" verholfen, ähnlich wie sonst z.B. negative Flächen.

So sehen ist "aussen". Die gefühlt gemalten Gesichter mehr "innen".  Ein anderes Innen als in "innen und aussen" vom 15. Januar... Wahrscheinlich hat alles viele Innen und Aussen... Und vielleicht schaue ich das mal mit AQAL oder Spiral Dynamics oder sonst geeigneten Landkarten ganz systematisch an. Aber nicht jetzt.