Vor dem Versorgen habe ich das Zeichenmaterial gezeichnet, das sich unterwegs bewährt hat.
Freitag, 19. Juli 2013
beim Landen im Alltag
Beim Landen im Alltag ging mir auf, dass eigentlich jeder Tag so interessant wäre, wie auf einer Wanderung von Airolo bis zum Klausenpass. Es kommt nur darauf an, wie ich ihn sehe - und mit Zeichnen würdige. "Everyday matters"!
Donnerstag, 18. Juli 2013
Wanderskizzen
Ich habe unterwegs versucht, ein "integrales Journal" zu führen, eins, wo sowohl Zeichnungen von unterwegs, als auch Gedanken, Erfahrungen, Experimente, Träume usw Platz haben. Hier teile ich vor allem Zeichnungen daraus.
Fels-zeichnen-Experimente in einer Gewitterpause
Bei diesen Froschzeichnungen staune ich immer wieder, wie stimmig ihre Haltungen aussehen. Ich habe Linie für Linie, eine nach der andern, geschaut, gesehen und gezeichnet. Und der Frosch sass jeweils so lange still! (Ich glaube, er sass bequemer als ich.)
Nebelmeer, Weite, kristallklarer Bach. Im Skizzenbuch berühren sie mich viel mehr als auf Fotos. Ich fühle das Gras unter den Füssen und schmecke das Wasser aus dem Bach.
Brunnen, Mücken, Pferde
Wanderung 1. Tag. Hier probierte ich noch breite, graue Filzstifte aus, die waren mir dann aber zu grob. Der Brunnen war wirklich so krumm, mit köstlichem Wasser.
Hier waren zuerst die Lawinenverbauungen im Vordergrund, dann alles, was näher ist.
Ich dachte, in den Ferien habe ich dann schön Zeit zum langsam zeichnen - aber wenn ich innehalte, merke ich, wie sich alles um mich herum bewegt: Mücken, Pferde oder Murmeltiere bewegen sich, das Licht wandelt sich. Alles fliesst! Ich zeichne immer noch schnell, und geniesse es, mit dem "Fluss" verbunden zu sein.
Fortsetzung folgt.
Also in my vacation, I draw fast. Animals and the light move. I like to be connected with the flow of nature and my live.
later more.
Mittwoch, 17. Juli 2013
zurück
Zurück von einer wunderschönen Wanderung 12 Tage durch die Alpen. Morgen gibt's mehr Bilder.
Back again. Tomorrow more drawings from a trecking through the alps.
Back again. Tomorrow more drawings from a trecking through the alps.
Freitag, 5. Juli 2013
slow down
Gestern habe ich am Morgen Gleis 5 gezeichnet, und am Abend Gleis 1. Die Perrons sind nur scheinbar gleich. Es ging überhaupt nicht auf mit den Säulen, Licht sowieso!
Ich mag im Moment die dickeren Linien und die einfarbigen Flächen, es wirkt ruhiger als ganz fein gezeichnet und schraffiert. Was passiert da mit der Wahrnehmung? Was passiert beim Anschauen?
Der Bahnhof wirkt auf mich wie eine fremde Comic-Welt. Beim Mann im Zug habe ich mit dem gleichen Stift schneller gezeichnet und weniger gedrückt, das machts wohl sensibler und unmittelbarer.
Heute eine Begegnung auf dem Balkon. Dieses Wesen hat sich eindeutig schneller bewegt, als ich sehen und zeichnen kann! Erkennbarer wurde das Tier erst, als ich (statt schneller) noch langsamer wurde, eine Weile nur zuschaute, lange zusah. Bis ich die Hummel "in" mir sah und fühlte und von da aus zeichnte.
What happens with my perception, when I draw thicker lines? What happens, when someone looks at such a drawing? - It seems to depend more of the senitivity of the line than on its width.
This animal moved much faster then I can draw. I slowed down, just looking and seeing it. Then I drew from inside.
Ich mag im Moment die dickeren Linien und die einfarbigen Flächen, es wirkt ruhiger als ganz fein gezeichnet und schraffiert. Was passiert da mit der Wahrnehmung? Was passiert beim Anschauen?
Der Bahnhof wirkt auf mich wie eine fremde Comic-Welt. Beim Mann im Zug habe ich mit dem gleichen Stift schneller gezeichnet und weniger gedrückt, das machts wohl sensibler und unmittelbarer.
Heute eine Begegnung auf dem Balkon. Dieses Wesen hat sich eindeutig schneller bewegt, als ich sehen und zeichnen kann! Erkennbarer wurde das Tier erst, als ich (statt schneller) noch langsamer wurde, eine Weile nur zuschaute, lange zusah. Bis ich die Hummel "in" mir sah und fühlte und von da aus zeichnte.
What happens with my perception, when I draw thicker lines? What happens, when someone looks at such a drawing? - It seems to depend more of the senitivity of the line than on its width.
This animal moved much faster then I can draw. I slowed down, just looking and seeing it. Then I drew from inside.
Mittwoch, 3. Juli 2013
wie ein Instrument stimmen
Vier geschenkte Minuten am Bahnhof Rubigen (links oben).
Drawing was a dialogue, like tuning an instrument. Tuning the mode of my presence.
Dienstag, 2. Juli 2013
eins nach dem andern
Wieder keine besondere Zeichnung, aber eine Erfahrung, die ich teilen möchte:
Heute war ein voller Tag am Schuljahresende, jede Menge Extraaufgaben und privat noch ein paar Baustellen dazu. Zum Zeichnen 5 Minuten beim Umsteigen. Als ich auf dem Bänkli sitze und schaue, was da vor mir ist und wo ich anfangen könnte, kommt mir ein Video in den Sinn, wo Danny Gregory zeichnet. Da macht er schön eine Linie nach der andern und setzt die neuen Linien an dem an, was schon da ist. Intuitiv begann ich beim Fenster und tastete mich von da aus rundum vorwärts. Eins nach dem andern. Und das tat so gut! In diesem Ablauf - ruhig eine Linie nach dem andern - lag eine Verheissung für den Tag: einfach eins nach dem andern. Ich wähle, wo ich weitermache, meine Liebe und Achtsamkeit hineinlege - und was ich auslasse. Vor allem aber stresst mich das Viele und Komplexe rundum nicht mehr. Ich kann ganz bei der einen Linie, der einen Tätigkeit sein, wo ich gerade bin - und doch das ganze im Blick haben. Das war eine Wohltat für den ganzen Tag: Das Zeichnen war wie ein "umschalten" der Art, durch den Tag zu gehen, nachhaltig.
Discovery in an 5 minutes-sketch (right side): drawing lines one by one changes a stressed into a peaceful, mindful living-mode - for the whole day.
Heute war ein voller Tag am Schuljahresende, jede Menge Extraaufgaben und privat noch ein paar Baustellen dazu. Zum Zeichnen 5 Minuten beim Umsteigen. Als ich auf dem Bänkli sitze und schaue, was da vor mir ist und wo ich anfangen könnte, kommt mir ein Video in den Sinn, wo Danny Gregory zeichnet. Da macht er schön eine Linie nach der andern und setzt die neuen Linien an dem an, was schon da ist. Intuitiv begann ich beim Fenster und tastete mich von da aus rundum vorwärts. Eins nach dem andern. Und das tat so gut! In diesem Ablauf - ruhig eine Linie nach dem andern - lag eine Verheissung für den Tag: einfach eins nach dem andern. Ich wähle, wo ich weitermache, meine Liebe und Achtsamkeit hineinlege - und was ich auslasse. Vor allem aber stresst mich das Viele und Komplexe rundum nicht mehr. Ich kann ganz bei der einen Linie, der einen Tätigkeit sein, wo ich gerade bin - und doch das ganze im Blick haben. Das war eine Wohltat für den ganzen Tag: Das Zeichnen war wie ein "umschalten" der Art, durch den Tag zu gehen, nachhaltig.
Discovery in an 5 minutes-sketch (right side): drawing lines one by one changes a stressed into a peaceful, mindful living-mode - for the whole day.
gestern heute
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